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Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Werkverzeichnis: oP. 69, Nr. 1
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
„Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ op. 69,1 – Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Mit diesem Chorwerk vertonte Felix Mendelssohn Bartholdy eines der innigsten biblischen Gebete überhaupt: den Lobgesang des greisen Simeon aus dem Lukasevangelium. Das sogenannte „Nunc dimittis“ gehört seit Jahrhunderten zur liturgischen Tradition der Kirche – doch Mendelssohn gelingt eine besonders menschliche, tröstliche Deutung. Geistlicher Hintergrund: Der Text stammt aus Lukas 2, 29–32. Simeon erkennt im Jesuskind den verheißenen Erlöser und spricht: „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast.“ Es ist kein Abschied in Angst, sondern einer in Erfüllung. Nicht Tod steht im Mittelpunkt – sondern Vollendung. Die zentrale Aussage: Wer Sinn erfahren hat, kann loslassen. Diese Haltung verleiht dem Werk eine außergewöhnliche Ruhe. Stellung im Werk Mendelssohns: Opus 69 gehört zu Mendelssohns späten geistlichen Chorwerken. Hier zeigt sich seine besondere Fähigkeit, protestantische Klarheit mit romantischer Klangschönheit zu verbinden. Typisch mendelssohnisch ist dabei: edle Schlichtheit statt Pathos transparente Satztechnik starke Textbindung ausgewogene Emotion Seine Kirchenmusik wirkt nie schwer – eher lichtdurchflutet. Musikalische Gestaltung: Schon die ersten Takte schaffen eine Atmosphäre großer Gelassenheit. Charakteristische Elemente: überwiegend ruhiger, homophoner Chorsatz kantable Linienführung warme, tragende Harmonien organisch wachsende Steigerungen keine dramatischen Effekte Die Musik schreitet nicht voran – sie ruht in sich. Besonders beeindruckend ist, wie Mendelssohn Frieden hörbar macht: nicht als Stillstand, sondern als erfüllte Bewegung. Viele Dirigenten beschreiben dieses Stück als „Musik des Angekommenseins“. Interpretation – worauf es wirklich ankommt: Dieses Werk entfaltet seine Wirkung nicht durch Größe, sondern durch innere Spannung. Wichtige Aspekte für den Chor: Fließendes, getragenes Tempo Zu langsam wirkt schnell resignativ statt friedvoll. Leuchtender Klang Nicht dunkel-romantisch färben – Mendelssohn braucht Transparenz. Lange Spannungsbögen denken Die Musik lebt vom Atem, nicht vom Takt. Steigerungen behutsam aufbauen Das Forte sollte wie ein inneres Aufblühen erscheinen. Ideal ist ein Klang, der Wärme mit Klarheit verbindet. Dramaturgische Wirkung im Konzert: Dieses Stück besitzt eine besondere Fähigkeit: Es bringt einen Raum zur Ruhe. Sehr wirkungsvoll ist es: als Abschluss eines geistlichen Konzertteils nach dramatischer Musik in Programmen über Trost, Hoffnung oder Abschied auch hervorragend am Konzertende Häufig entsteht danach jene tiefe Stille, die mehr sagt als Applaus. Einordnung: Während viele romantische Werke vom Ringen des Menschen erzählen, zeigt Mendelssohn hier etwas anderes: Versöhnung. Vertrauen. Frieden. Oder noch kürzer: Dies ist keine Musik über das Sterben – sondern über das Getröstetsein.
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
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Besetzung verstehen: SATB▾
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- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
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Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.Dieses Stück
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
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