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Vox dicentis: Clama – Edward Woodall Naylor (1867-1934) – Notenvorschau

Detaillierte Vorschau (3 Seiten) verfügbar nach Anmeldung.

Vox dicentis: Clama

Edward Woodall Naylor (1867-1934)

Textdichter: Jesaja 40, 6-11

Verlag: Albrecht Schneider

SchwerSSAATTBB 34 Seiten

Beschreibung

„Vox dicentis: Clama“ – Edward W. Naylor (1867–1934) Motette für Chor und Orgel · anglikanische Kirchenmusik um 1900 Text: Jesaja 40,1–6 („Tröstet, tröstet mein Volk“) – Advent/Verkündigung „Vox dicentis: Clama“ gehört zu den eindrucksvollsten größeren anglikanischen Chormotetten des späten 19. Jahrhunderts. Edward W. Naylor – Organist, Komponist und Musikgelehrter in Cambridge – verbindet in dieser Motette dramatische Klanggesten, romantische Harmonie und biblischen Ernst zu einem Werk von besonderer Tiefe und spiritueller Wucht. Hintergrund: Der Text stammt aus dem Propheten Jesaja – ein zentraler Adventstext, der von Trost, Hoffnung und dem Ruf zur Verkündigung spricht: „Vox dicentis: Clama!“ – „Eine Stimme ruft: Verkünde!“ Die Motette wurde für die anglikanische Kathedraltradition komponiert: große Räume, große Chöre, liturgischer Ernst. Naylor steht stilistisch zwischen stanford’scher Klarheit, parryscher Würde und frühen Einflüssen des späten romantischen Orgelklangs. Musikalische Merkmale: Dramatische Anfangsbewegung: der aus dem Off kommende Ruf „Vox dicentis“ erscheint im Wechsel von Chorgruppen und Orgel. Chor-Orgel-Dialog: typisch für die anglikanische Liturgie; die Orgel schafft einen tragenden, fast orchestralen Klangraum. Reiche Harmonik: spätromantische Wendungen, dichte Akkorde, überraschende Modulationen – aber nie überladen. Satztechnik: Mischung aus homophonen Machtmomenten, polyphonen Passagen, rezitativischen Zeilen („All flesh is grass“) → die Textausdeutung steht im Zentrum. Die berühmten „Cry out!“–Stellen sind klangliche Ausrufezeichen mit kraftvoller Spannung. Der ruhige, weit ausgedehnte Mittelteil („The grass withereth…“) erzeugt einen Moment tiefen Nachdenkens. Das Werk endet in einem strahlenden, hoffnungsvollen Licht, ganz im Sinne des Tröstungswortes Jesajas. Charakter und Wirkung: Ein Stück von prophetischer Wucht und geistlicher Dramatik. Der Klang ist mystisch, eindringlich, groß, ohne je sentimental zu werden. Der Kontrast zwischen den ruftönenden Passagen („Clama!“) und den weichen, beinahe elegischen Stellen verleiht dem Werk enorme Ausdruckstiefe. Es wirkt wie eine Mischung aus Verkündigung, Trost und Erschütterung – sehr adventlich, sehr ernst, sehr feierlich. Repertoire-Stellung: Ein Kernwerk der anglikanischen Kirchenmusik der Jahrhundertwende. Besonders geeignet für Adventskonzerte, Evensong, Kathedralprogramme, große Kirchenräume mit guter Akustik. Ein beeindruckender Kontrast zu ruhigeren Adventswerken (z. B. Howells, Willcocks, Palestrina). Aufführungshinweise: Große dynamische Spannweite notwendig: vom zarten, schwebenden Pianissimo bis zum beeindruckenden Tutti-Forte. Die Orgel sollte präzise und getragen begleiten; zu scharfe Register vermeiden. Die Chorstimmen müssen klar artikulieren – besonders bei den prophetischen Rufzeilen. Ausreichend Raum für Nachhall und Klangentfaltung lassen; das Stück lebt von akustischer Größe. Im Mittelteil sehr genaue Intonation: die subtilen Chromatiken fordern Präzision. Tempo differenziert gestalten: Erzählfluss, nicht gleichmäßig durchziehen.

Mind. 20 Lizenzen

Preis pro Lizenz4,00 €
Gesamt4,00 €

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Was Du zu diesem Stück wissen solltest

Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.

Besetzung verstehen: SSAATTBB

Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.

  • SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.
  • SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
  • SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
  • TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
  • SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
  • SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
  • unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.

Die Besetzung „SSAATTBB" ist eine Sonderform — wirf einen Blick in die Noten-Vorschau für Details.

Schwierigkeitsgrade verstehen

Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.

  • AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.
  • MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.
  • SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.Dieses Stück
  • Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger

Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.

Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell

Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.

Mindestabnahme: 20 Lizenzen.

Pauschallizenz fürs Ensemble

Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.

Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.

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    Proben und aufführen

    Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.