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All mein Gedanken, die ich hab
Johannes Brahms (1833-1897)
Verlag: Albrecht Schneider
Beschreibung
„All mein Gedanken, die ich hab“ – Johannes Brahms (nach Melodie und Text aus dem Lochamer Liederbuch) Herkunft des Liedes: Das Lied „All mein Gedanken, die ich hab“ geht zurück auf das Lochamer Liederbuch, eine bedeutende deutsche Liedersammlung aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (um 1450). Der Text gehört zur spätmittelalterlichen Liebeslyrik: Schlicht, innig, beinahe naiv – und gerade dadurch von großer Eindringlichkeit. Die Gedanken des Sängers sind ganz auf die Geliebte gerichtet; sie sind „bei ihr allein“. Das Lochamer Liederbuch dokumentiert die Übergangszeit vom einstimmigen Volkslied zur frühen Mehrstimmigkeit – eine Quelle, aus der später viele Komponisten schöpften. Brahms’ Zugang: Johannes Brahms hatte eine besondere Vorliebe für alte deutsche Volkslieder. Er sammelte, bearbeitete und veröffentlichte zahlreiche Volksliedsätze. Bei „All mein Gedanken“ wahrt er den ursprünglichen Charakter der Melodie, umgibt sie aber mit einer behutsamen romantischen Harmonik. Typisch für Brahms ist dabei: warme, dichte Akkordik klare Stimmführung innere Ruhe statt äußerer Dramatik liebevolle Detailarbeit im Übergang zwischen Dur- und Mollschattierungen Er romantisiert das Lied nicht übermäßig – er veredelt es. Musikalische Merkmale: Kantable, volksliedhafte Melodie im Sopran (bzw. Tenor bei Männerchorfassungen) Homophoner Satz mit gelegentlichen imitatorischen Andeutungen Sanfte harmonische Färbungen, die die Innigkeit unterstreichen Die Musik wirkt schlicht – aber sie ist kunstvoll durchdacht. Gerade diese Zurückhaltung macht den Reiz aus. Textlicher Inhalt: Der Text beschreibt: Treue Gedanken an die Geliebte Sehnsucht Innere Verbundenheit trotz räumlicher Trennung Kein dramatisches Liebesbekenntnis – eher eine stille, konstante Hingabe. Wirkung im Konzert: Das Lied eignet sich hervorragend als: ruhiger, lyrischer Moment in einem romantischen Programm Brücke zwischen Volkslied und Kunstlied Kontraststück zwischen größeren, klangmächtigen Werken Es wirkt besonders stark, wenn es nicht sentimental, sondern schlicht und natürlich gesungen wird – mit weichem Legato und klarer Textdeklamation. Probenhinweis: Atemführung ruhig und weit planen Keine übertriebene Dynamik – lieber „mezzo piano mit Wärme“ Textdeutlichkeit bewahren (die Schlichtheit lebt vom Wort!) Harmonische Wendungen bewusst auskosten, aber nicht ausstellen Zusammengefasst: „All mein Gedanken, die ich hab“ ist ein schönes Beispiel dafür, wie Brahms mittelalterliches Liedgut durch romantische Klangsprache neu beleuchtet, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Ein kleines Lied – aber ein großes Stück deutscher Liedkultur.
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Was Du zu diesem Stück wissen solltest
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Besetzung verstehen: SATB▾
Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.
- SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.Dieses Stück
- SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
- SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
- TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.
- SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
- SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
- unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen▾
Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.
- AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.Dieses Stück
- MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.
- SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
- Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger▾
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Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.
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