Lina singt im Sopran, Jonas bei den Kleinen, und beide sind im selben Kinderchor. Bisher hieß das für ihre Mutter Petra: zwei Zugänge, zwei Erinnerungen, zwei Zusagen, oder eine Nachricht in der Elterngruppe, die die Chorleitung dann von Hand nachträgt. Genau dafür gibt es in Chorilo jetzt die Eltern-Verknüpfung: Ein Elternteil meldet sich einmal an und antwortet für alle eigenen Kinder.
Das löst gleich mehrere Probleme, die jeder Kinderchor kennt: Zu- und Absagen tröpfeln in der Elterngruppe ein, die Chorleitung zählt von Hand nach und telefoniert am Probentag hinterher. Eltern erfahren von der Sonderprobe zu spät, weil der Zettel im Schulranzen geblieben ist. Und wer für zwei Kinder antworten soll, gibt irgendwann auf, weil sich das mit drei Zugängen nicht nebenbei erledigen lässt.
Für wen möchtest du antworten?
Der Alltag sieht danach so aus: Petra öffnet den Freitagstermin, tippt auf Zusagen, und Chorilo fragt „Für wen möchtest du antworten?". Sie sieht ein Kästchen für sich selbst und je eines für Lina und Jonas, hinter jedem Namen der aktuelle Stand. Zwei Häkchen, bestätigen, fertig. In der Teilnehmerliste stehen beide Kinder als zugesagt, und die Chorleitung sieht in der Historie, dass Petra geantwortet hat.
Das gilt für Zusagen, Absagen und „Vielleicht", auch mit Absagegrund, wenn der Chor einen verlangt. Rückmeldefrist und Teilnehmerobergrenze gelten für die Kinder genauso wie für alle anderen. Lina, die schon einen eigenen Login hat, kann ihre Antwort jederzeit selbst ändern. Die letzte Änderung zählt.
Auch bei Umfragen in Mitteilungen stimmen Eltern mit: eine Stimme je Kind, dazu die eigene, falls das Elternteil selbst Mitglied ist und mitreden möchte.
Eltern sehen, was ihre Kinder sehen
Damit das funktioniert, sieht ein verknüpftes Elternteil alles, was seine Kinder im gemeinsamen Chor sehen. Auch die Stimmprobe, die nur für den Sopran angelegt ist, taucht bei Petra auf, markiert mit „sichtbar wegen Lina". Genauso Mitteilungen, die nur an eine Stimmgruppe gehen, und die dazugehörigen Erinnerungen. Kein Zettel im Schulranzen, der nie ankommt, keine Sonderprobe, von der die Eltern erst am Abend vorher erfahren.
Kinder ohne eigene E-Mail-Adresse
Jonas ist neun und hat kein Postfach. Trotzdem ist er ein vollwertiges, aktives Mitglied im Chor: mit eigener Stimmgruppe, eigener Rückmeldung und eigenem Platz in jeder Liste. Die Chorleitung legt ihn mit einer Familien-Adresse an, die zu Petras Postfach führt. Einladung, Erinnerungen und Mitteilungen für Jonas landen damit bei Petra. Wenn Jonas später eine eigene Adresse hat, trägt er sie einfach im Profil ein.
Verknüpfen in zwei Klicks
Für die Chorleitung ist die Verknüpfung ein Handgriff: in der Mitgliederliste zur Zeile des Kindes, „Erziehungsberechtigte verknüpfen", Elternteil auswählen, speichern. Die Verknüpfung ist sofort aktiv, beide Seiten bekommen eine Benachrichtigung. Wer ein neues Kind anlegt, wählt das Elternteil gleich im selben Fenster mit aus.
Eltern und Kinder können die Verknüpfung auch selbst anstoßen, im eigenen Profil. Dann bestätigt die andere Seite. Voraussetzung ist immer, dass beide schon im selben Chor sind. Eine Verknüpfung öffnet nie eine Tür in einen Chor: Wer Eltern dabeihaben möchte, lädt sie ein wie jedes andere Mitglied, am besten mit dem Häkchen „Von Terminen ausgenommen", damit sie in keiner Ausstehend-Liste auftauchen.
Lösen kann die Verknüpfung nur das Elternteil. Nicht das Kind, nicht die Chorleitung, und nichts löst sich von selbst am 18. Geburtstag. Die Eltern entscheiden, wann ihr Kind allein weitermacht.
Was sich für die Chorleitung ändert
Erstaunlich wenig. Eltern und Kinder sind ganz normale Mitglieder, deshalb bleiben Mitgliederliste, Anwesenheitsstatistik, Beitragsläufe und Geburtstagsliste, wie sie sind. In der Zeile des Kindes steht nur ein kleiner Hinweis „Erziehungsberechtigte: Petra Müller". Ein Elternteil, das nicht mitsingt, bekommt das Häkchen „Von Terminen ausgenommen" und stört keine Statistik, sieht aber trotzdem jeden Termin und jede Mitteilung.
Ein Tipp aus der Praxis: Lege für Eltern eine eigene Rechtegruppe ohne Notenzugriff an. Dann sehen sie genau das, was sie brauchen, und belegen keine Lizenzplätze für gekaufte Noten. Und auf der Startseite zählen die offenen Rückmeldungen der Kinder beim Elternteil mit, damit vor dem Probentag nichts liegen bleibt.
Was Eltern nicht sehen
Die Verknüpfung ist bewusst schmal gehalten: lesen, was das Kind liest, und antworten, wo das Kind antworten würde. Mehr nicht. Chats des Kindes bleiben beim Kind, ebenso persönliche Daten wie Adresse oder Telefonnummer. Noten und Dateien sehen Eltern nur, wenn ihre eigene Rechtegruppe das erlaubt. Und wenn Petra eine Rückfrage zur Abfahrtszeit hat, schreibt sie den Kommentar oder die Chatnachricht unter ihrem eigenen Namen, nie als Lina oder Jonas.
Beide Elternteile dürfen verknüpft sein, bis zu sechs Erziehungsberechtigte je Kind und sechs Kinder je Elternteil. Wer zuletzt geantwortet hat, steht in der Teilnahme-Historie.
Für Kinderchöre gedacht, für alle nutzbar
Entstanden ist die Eltern-Verknüpfung aus einer Anfrage eines Kinder- und Jugendchores. Sie passt aber überall, wo jemand für einen anderen Menschen antwortet, ohne dessen Zugang zu übernehmen. Alles Weitere zum Einrichten, zu Familien-Adressen und zu den Grenzen der Verknüpfung findest du in der Hilfe zur Eltern-Verknüpfung. Wie Chorilo Kinderchöre insgesamt unterstützt, zeigt die Seite Kinderchor-App.
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