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Vorschau

Kyrie – Eugène Thomas (1841-1918) – Notenvorschau

Detaillierte Vorschau (3 Seiten) verfügbar nach Anmeldung.

Kyrie

Eugène Thomas (1841-1918)

Verlag: Albrecht Schneider

LeichtTTBB 3 Seiten

Beschreibung

„Kyrie“ aus der Messe für vierstimmigen Männerchor (TTBB) von Eugène Thomas 1. Komponist und Umfeld: Eugène Thomas wirkte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und gehört zu jener Generation von Kirchenmusikern, die zwischen klassischer Satztradition und romantischem Ausdruck stehen. Seine Werke sind weniger auf äußere Wirkung angelegt als auf liturgische Angemessenheit, klare Form und gute Singbarkeit – besonders für Männerchöre, wie sie damals im kirchlichen Raum weit verbreitet waren. Die Messe für vierstimmigen Männerchor ist ganz auf den praktischen Gebrauch im Gottesdienst zugeschnitten und vermeidet bewusst opernhafte Effekte. 2. Stellung des „Kyrie“ in der Messe: Das Kyrie ist der Eröffnungssatz der Messliturgie und trägt einen eindeutig bittenden Charakter: Kyrie eleison – Herr, erbarme dich Christe eleison – Christus, erbarme dich Es geht nicht um Jubel oder Festlichkeit, sondern um Demut, Sammlung und Bitte. Genau diesen Grundgestus greift Thomas sehr konsequent auf. 3. Musikalische Gestaltung: Das „Kyrie“ ist für TTBB gesetzt und zeigt eine bewusst zurückhaltende, konzentrierte Tonsprache: überwiegend homophoner Satz ruhiges, getragenes Tempo klare, blockhafte Harmonik sehr geschlossene Klangwirkung des Männerchores Die Stimmen bewegen sich meist gemeinsam, wodurch ein Eindruck von gemeinschaftlichem Gebet entsteht. Polyphone Durcharbeitung tritt deutlich hinter der Textaussage zurück. Typisch ist die dunkle Klangfarbe des Männerchores: Tenöre eher gebunden und kantabel, Bässe ruhig tragend, niemals dominant. 4. Ausdruck und geistlicher Gehalt: Thomas verzichtet im Kyrie bewusst auf starke Kontraste. Der Ausdruck entsteht durch: ruhige Spannungsbögen sanfte dynamische Steigerungen harmonische Verdichtungen an textlich zentralen Stellen So wirkt das Stück nicht dramatisch bittend, sondern ernst, gesammelt und innerlich. Das Erbarmen wird nicht eingefordert, sondern still erbeten. 5. Stilistische Einordnung: Das „Kyrie“ steht stilistisch: näher an der klassisch-romantischen Kirchenmusik als an der Gregorianik deutlich entfernt von opernhaftem Pathos in der Tradition solider Männerchor-Messen des 19. Jahrhunderts Es erinnert in seiner Haltung eher an Rheinberger oder frühe Reger-Kirchensätze als an französische Klangpracht. 6. Aufführungshinweise: Für die Probenarbeit besonders wichtig: ruhiges, gleichmäßiges Tempo – nicht schleppend sehr saubere Intonation, besonders in den tiefen Lagen gedeckter Klang, wenig Vibrato sorgfältige Textbehandlung – „Kyrie“ und „Christe“ klar differenzieren Dynamisch wirkt das Stück am überzeugendsten im piano bis mezzoforte, mit behutsamen Steigerungen. 7. Liturgische und programmatische Wirkung: Das „Kyrie“ eignet sich hervorragend: für den Ernst des Gottesdienstbeginns für liturgische Aufführungen der gesamten Messe als ruhiger, konzentrierter Einstieg in ein geistliches Männerchorprogramm Es schafft sofort eine Atmosphäre von Sammlung und Würde. Kurz gesagt: Das Kyrie aus der Männerchor-Messe von Eugène Thomas ist kein effektvolles Schaustück, sondern ehrliche Kirchenmusik: ruhig, ernst und von innerer Geschlossenheit – ideal für Männerchöre, die liturgische Tiefe über äußeren Glanz stellen.

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Was Du zu diesem Stück wissen solltest

Diese Hinweise helfen Dir, das Stück richtig einzuordnen — Besetzung, Schwierigkeit, Lizenzmodell und Ablauf nach dem Kauf.

Besetzung verstehen: TTBB

Die Besetzung verrät Dir, welche Stimmlagen Dein Chor singen muss.

  • SATBSopran, Alt, Tenor, Bass — der klassische gemischte Chor.
  • SSADrei Frauenstimmen: zwei Soprane und Alt.
  • SSAAVier Frauenstimmen: zwei Soprane und zwei Alte.
  • TTBBVier Männerstimmen: zwei Tenöre und zwei Bässe.Dieses Stück
  • SABSopran, Alt, Bariton — entlastet den Tenor und passt für kleinere Chöre.
  • SATBSATBDoppelchor: zwei eigenständige SATB-Chöre, oft im Wechsel.
  • unisonEinstimmig — für Kinderchor, Gemeindegesang oder unisone Passagen.
Schwierigkeitsgrade verstehen

Der Schwierigkeitsgrad gibt Dir einen Anhaltspunkt, wie viele Proben Dein Chor einplanen sollte.

  • AnfängerKlare Rhythmen, vertraute Tonarten und gut singbare Intervalle — auch für junge oder neue Chöre machbar.Dieses Stück
  • MittelGeübter Chor, einzelne chromatische Stellen, Tonart- oder Taktwechsel. Etwa 6–10 Proben für eine saubere Aufführung.
  • SchwerEnge Harmonien, komplexe Rhythmik, größere Tonumfänge — braucht Probendisziplin und stimmlich sichere Sängerinnen und Sänger.
  • Sehr schwerKonzertchor-Niveau: Modulationen, Polyphonie, extreme Tonlagen, hohe Anforderungen an Intonation und Stimmführung.
So funktioniert die Lizenz pro Sängerin oder Sänger

Mit Chorilo bekommst Du eine digitale Aufführungslizenz. Damit ist Dein Chor rechtssicher unterwegs — ohne Kopierstress.

Lizenz pro Sängerin oder Sänger Aktuelles Modell

Eine Lizenz für jede Person im Chor. Skaliert fair mit der Ensemblegröße, viele Stücke haben Mengenrabatte.

Mindestabnahme: 20 Lizenzen.

Pauschallizenz fürs Ensemble

Einmalbetrag pro Ensemble. Alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder erhalten Zugriff — egal wie der Chor wächst.

Die Lizenz erlaubt das Üben und Aufführen über Chorilo. Externe Aufführungsrechte (z. B. GEMA, soweit anwendbar) bleiben davon unberührt.

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    Hör Dir während der Probe die Stimm-Audios an, markiere Stellen, isoliere Deine Stimme — und beim Konzert habt Ihr alles dabei.